• Lena

Die Macht der Mantras


Seit Tagen habe ich das Mantra "om mani padme hum" im Kopf. Ich rezitiere es ständig in Gedanken, ganz unbewusst und fließe damit durch meinen Alltag. Meinen Alltag, der aktuell stark von meinem inneren Kritiker begleitet wird. „Du bist nicht produktiv genug“, „Das bringt doch eh alles nichts“, „Andere können das viel besser“ - so plappert er den ganzen Tag munter in meinem Kopf. Wie passend, dass sich ganz unbemerkt diese Silben in mein System geschlichen haben - das Mantra des liebenden Mitgefühls und der Heilung. Mitgefühl meiner Umwelt gegenüber - aber auch mir selbst gegenüber. Ich persönlich merke, dass dies in der aktuellen Zeit nicht vergessen und unterschätzt werden darf.

Mantras allgemein haben ja eine besondere Wirkung – sie wirken auf ganz tiefen Ebenen, können Spannungen lösen und unser Wohlbefinden verbessern. Für mich dürfen sie deshalb auch in keiner meiner Yogastunden fehlen. Sobald die Klänge erklingen, bin ich völlig präsent und erfüllt. Sie berühren mich mitten im Herzen. Wenn ich das Gefühl habe, die Verbindung zu mir und meiner Intuition vorübergehend verloren zu haben, dann führen sie mich schon beim ersten Ton zurück zu mir selbst.

Om mani padme hum ist laut Überlieferung das älteste und eines der bedeutendsten Mantras des tibetischen Buddhismus. Ich mochte das Mantra schon immer gerne, habe es aber länger nicht gehört. Wie spannend, dass es genau in einer Zeit wieder zu mir kommt, in der ich auf unterschiedlichste Weise herausgefordert werde und in der ich so ziemlich alles noch einmal neu in Frage stelle. Das Mantra lädt uns ein, uns selbst zu vergeben und uns dadurch Schritt für Schritt von unseren beschränkenden, emotionalen Mustern zu befreien. Das kann dieser Tage auf jeden Fall nicht schaden. Vielleicht lassen wir nun alle wieder ein bisschen mehr liebendes Mitgefühl walten, um dadurch Heilung zu erfahren. OM MANI PADME HUM

©2020 by LENA VOITH

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